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Aber mit denen klappt es auch noch nicht so richtig. Simon Stäblein hasst Koriander. Es ist nur Glück, wo man geboren ist, und es ist nur Glück, wo man aufgewachsen ist.

Jeder Mensch ist willkommen. Wir haben nicht mehr den Luxus, leise zu bleiben. Nach Hanau muss jede und jeder laut und politisch aktiv werden.

Wir heilen. Wir schreiben. Jetzt seid ihr an der Reihe. Für die gleiche Tat würde ein Ausländer auf seine Hautfarbe, Religion oder Herkunft reduziert werden — und bei einem Deutschen wird gesagt, er habe eine psychische Störung.

Wir sollten Hand in Hand daran arbeiten, Vorurteile abzuschaffen. Ansonsten mache ich mir Sorgen um die Zukunft unserer Kinder.

Die eigene, gesamte Identität stagniert dann, weil man sich im ständigen Kampf mit fast nichts anderem beschäftigen kann, denn man ist entweder betroffen oder man kämpft, oder man tut beides.

Wir müssen das Übel an der Wurzel packen. Nur wenn sich die Mitte dieser Verantwortung stellt, wenn Politik, Zivilgesellschaft und Wissenschaft zusammenarbeiten können, wir verhindern, dass weitere Menschen sterben oder ausgegrenzt werden.

Der Rassismus soll keine andere Familie mehr zerstören. Das wäre ein erster, wichtiger Schritt, um über diese Gewalt reden zu können.

Aber selbst wenn es zu einer öffentlichen Debatte über Rassismus kommt, wird nicht der Rassismus selbst thematisiert — sondern nur die Motive und Argumente der Täter und Täterinnen.

Stattdessen kommen Erklärungsversuche und Selbstzusicherungen, dass man selbst und die Mehrheit der Deutschen nicht rassistisch sei.

Die Perspektive der von Rassismus Betroffenen bleibt oft ausgeblendet. Migranten haben Angst, fühlen sich fremd und nicht mehr sicher im eigenen Land.

Hanau fällt nicht aus heiterem Himmel. Spätestens jetzt muss allen klar sein, dass das Wirken der AfD und ihrer Helfer, diese enthemmte Sprache, dieser Hass und die ständige Hetze gegen Muslime und Migranten tödliche Folgen haben.

Es ist keine Einzeltat — und Rassismus wächst immer weiter. Froh war ich, dass es deutschlandweit Solidarisierungen und Kundgebungen gab.

Wir können Grenzen mit Affinität und Solidarität überwinden, und wir dürfen nicht vergessen. Es ist der Beweis, dass wir kein Gehör finden, dass unsere Probleme und Erfahrungen nicht ernst genommen werden.

Wir müssen gemeinsam als Gesellschaft aufstehen, Mund aufmachen, uns empören, und wenn wir "Nie wieder" sagen, die Verantwortung für diese Worte auch aus tiefster Überzeugung übernehmen.

Die Ängste überschlagen sich. Leere Versprechen trösten nicht. Die Trauer hält an und es gibt viele Fragen: Wie wird es weitergehen?

Vor allem, wie soll es weitergehen? Quo vadis Almanya? Denn sie meinte, in Deutschland kann es für Migrantinnen und Migranten vielleicht irgendwann wieder gefährlich werden.

Damals habe ich sie belächelt. Als Demokraten müssen wir uns dem Rechtsextremismus mit aller Kraft entgegenstellen.

Wir müssen gemeinsam dafür sorgen, dass nach Hanau und Halle das Jahr nicht als Jahr des rechten Terrors in die Geschichte geht. Mit Toleranz, Solidarität und vor allem Demokratie können wir die Rechtsradikalen besiegen.

Trauer um die Verstorbenen, um den Zustand unseres Landes und um die Tatsache, dass ich immer noch nicht sicher bin, ob meine Angst ernst genommen wird.

Wie lange müssen wir noch vor rechtem Hass warnen? Täglich sind unsere Anlaufstellen und die Beratenden mit der Gewalt, die solche Übergriffe für die Betroffenen und ihre Angehörigen bedeuten, beschäftigt.

Für mich persönlich ist es wichtig, Konsequenzen auf vielen Ebenen unserer Gesellschaft einzufordern und proaktiv gegen Rassismus vorzugehen.

Gleichzeitig müssen wir als von Rassismus Betroffene uns und unsere Liebsten lehren, uns auch emotional davor zu schützen, innerlich zu erstarren, und Selbstliebe zu üben.

Diese Erfahrungen spiegeln sich im Grundgesetz wider, das Deutschland als eine Verfassungsnation definiert. Wir leben in einem Staat des Grundgesetzes: Wer sich zu seinen Werten bekennt, gehört zum bundesrepublikanischen Verfassungsstaat.

Von Abstammung ist hier keine Rede. Mit völkischen Nationalisten verbietet sich daher jegliche Zusammenarbeit. Das entspricht der Logik einer wehrhaften Demokratie.

Nicht nur die Politik, auch die Medien und die Zivilgesellschaft sind in der Verantwortung, denn die Diskurse der letzten Jahre, die gegen Muslime, Juden und andere Minderheiten Stimmung gemacht haben, sind der Nährboden für Faschisten und Gift für ein neues Wir.

Wenn die Politik, die Medien und wir als Gesellschaft insgesamt nicht aufwachen, dürfen wir uns nicht wundern, wenn im Gegenzug identitäre und ideologische Kreise zum Beispiel unter Muslimen erfolgreich die Jugend indoktrinieren und ihnen sagen, "die Deutschen" seinen Muslimen gegenüber feindlich gesinnt.

Suchen wir keine Alibis mehr oder schieben die Verantwortung auf andere: Das ist unser Versagen, nichts anderes! Extremismus beginnt mit Diskriminierung und Ausgrenzung von andersartigen und anderslebenden Menschen.

Es ist an der Zeit, dass wir den politischen und gesellschaftlichen Tendenzen, die dies befördern, mit einer klaren Haltung und Forderungen nach signifikanten Veränderungen gemeinsam entgegenstehen.

Dies muss sich eindeutig in gesetzlichen, strukturellen und politischen Veränderungen zeigen und zeitnah umgesetzt werden.

Es wird mir unter die Nase gerieben, dass ich anders bin. Nicht deutsch bin. Die kranken Fantasien und Absichten von Terroristen zu analysieren, bedeutet, dass wir uns unserer Verantwortung entziehen.

Denn: Die Tat beginnt, bevor der Täter sich entscheidet. Heute betrifft der Rassismus nicht nur sie, sondern auch die muslimische Gemeinschaft und andere Minoritäten.

Juden und Muslime erleben einen ähnlichen Hass, weil es den Anschein hat, dass viele Menschen in Deutschland ein Problem damit haben, dass Menschen einen anderen kulturellen Hintergrund haben als den, der ihnen vertraut ist.

Auf den aktuellen rechten Terror kann es nur die Antwort staatlicher Gewalt geben. Rechtsextreme Netzwerke müssen konsequent zerschlagen und nicht weiter diskutiert werden.

Wir sind aber keine Fremden, sondern hier geboren. Ich bin sicher, dass wenn die Diversität unserer Gesellschaft sich in unseren Staatsorganen — bei der Polizei, beim Verfassungsschutz, bei der Bundeswehr, bei den Rundfunkanstalten, bei Gerichten und Ämtern — widerspiegeln würde, wir nicht nur dem sozialen Frieden näher kommen würden, sondern auch dem rechten Terror besser und klarer Einhalt gebieten könnten.

Er stärkt meine Überzeugung, dass der Kampf gegen Antisemitismus und andere Formen von Rassismus nicht nur die Aufgabe und das Ziel der jüdischen Gemeinschaft sein sollte, sondern er nur mit vereinten Kräften und Solidarität erfolgen kann.

Niemand kann jetzt mehr wegschauen. Ich muss mir jetzt wirklich Gedanken machen, ob ich in Zukunft in diesem Land in Sicherheit leben kann.

Rechte Gewalt und Rassismus sind eine reale Bedrohung. Hier müssen wir als offene Gesellschaft zusammenstehen. Aber wohin?

Ich bin keine Fremde. Deutschland ist doch meine Heimat. Nicht weil ich schockiert bin, sondern weil das zu erwarten war. Und das ist das Ergebnis.

Dies obliegt jetzt der Mehrheitsgesellschaft. Sie muss beweisen, wie ernst sie die Werte unseres Grundgesetzes lebt und verteidigt.

Die Stärke einer Demokratie bemisst sich auch im Umgang mit Menschen, die an den Rand gedrängt und marginalisiert werden.

Der Terror in Hanau ist nicht aus dem Nichts entstanden, sondern konnte über Jahre in unserer Gesellschaft heranwachsen. Wie viele Anschläge auf deutsche Synagogen und deutsche Moscheen braucht es noch, damit die deutsche Politik mit der "Ihr"-und-"Wir"-Rhetorik aufhört, die uns ausgrenzt und entfremdet?

Wir dürfen uns nicht spalten lassen! Unsere geschützten Locations sind keine mehr. Wir müssen die Dinge selbst in die Hand nehmen und Veränderungen herbeiführen.

Es ist nun an der Zeit, dass wir uns alle gemeinsam für unsere offene Gesellschaft einsetzen. Unsere Probleme finden wir nicht in der Türkei, sondern vor unserer eigenen Haustür.

Wir müssen dem Erbe gerecht werden. Schuld tragen aber nicht nur diejenigen, die ihren Rassismus unverblümt darstellen, sondern auch die, die ihm nicht widersprechen, sondern ihn lediglich als Variante zu ertragender Meinungen verniedlichen.

Dazu haben neben politischen Akteuren auch Medien oft einen unrühmlichen Beitrag geleistet. Wann, wenn nicht jetzt, können von Rassismus Betroffene endlich Taten statt Worten erwarten?

Es wird nicht aufhören, solange von Fremdenfeindlichkeit gesprochen wird und wir damit die Perspektive der Mörder übernehmen.

Es wird aber aufhören, wenn wir endlich die Debatten führen, die von den Betroffenen seit Jahren eingefordert werden: dass Flucht und Migration keine Bedrohung sind, dass wir die Ursachen und Wirkungen von Rassismus erkennen müssen, dass wir Betroffene ernst nehmen und zuhören müssen, dass wir Institutionen wie Polizei und Justiz in den Blick nehmen müssen.

Die Politik, die Sicherheitsbehörden und die Gesellschaft müssen den rechten Terror ernst nehmen, damit rassifizierte Menschen geschützt werden.

Wir müssen offen über Rassismus und rassistische Gewalttaten sprechen, statt diese zu verharmlosen. Wann steht ihr auf und sagt: Nicht in meinem Namen!

Das, was in Hanau passiert ist, ist rassistische Gewalt gegen die muslimisch geprägte Community.

Es war nicht Fremdenfeindlichkeit, sondern Rassismus, hier bei uns in Deutschland. Klare Konsequenzen müssten folgen, aber spätestens seit Marwa El-Sherbini wissen wir, dass nicht mal unser Tod reicht, um aufzuwachen, die Verfassung zu schützen, Hass und Rassismus gemeinsam zu bekämpfen.

Dass es anderen Leuten sehr viel anders ergeht, ist traurig und genauso wahr. Dass es aber auch Glücksfälle wie mich gibt, ist zumindest ein Grund zu einem Funken Hoffnung.

Die Solidarität der Mehrheit mit den Opfern ist bemerkenswert und gibt mir zwar Vertrauen, aber solange die zuständigen Sicherheitsbehörden den rechtsextremen Terrorismus und Hassverbrechen unterschätzen, kann es noch mal passieren.

Dieser Anschlag trifft und betrifft uns alle. Es sind Menschen ermordet worden. Wir müssen uns überlegen, in welcher Welt wir leben wollen.

Wie wir diese Welt gestalten und eine Tat wie in Hanau nicht tolerieren. Wir dürfen kein Klima der Angst zulassen. Angst darf uns nicht lähmen.

Im besten Fall stehen nun mehr Menschen für eine Demokratie auf, in der niemand um sein Leben fürchten muss. Nach ein paar Nächten über Hanau schlafen, ist der Schmerz für viele von uns nämlich nicht irgendwie okay oder besser geworden.

Der Schmerz der Angehörigen muss unbeschreiblich sein. Meine Gedanken sind bei den Familien und Freunden der Opfer.

Aber jeder kann wählen, ob er ein Feind oder Freund unserer Gesellschaft und Werte ist oder nicht.

Ich war wütend und traurig — und rechne mit mehr rechtsextremen Attacken. Sind wir weniger wert? Rassismus und Rechtsextremismus müssen endlich auf gesamtgesellschaftlicher Ebene ehrlich und schonungslos bekämpft werden — so, wie es auch die Mutter des in Hanau getöteten Ferhat Ünvar gefordert hat.

Sie lagen versteckt an der Kopfseite unserer Betten, damit wir uns verteidigen konnten. Damals kamen häufig Rechte zu unserem Haus, riefen Parolen und warfen Steine.

Die Polizei kam nie. Heute bin ich selbst Familienvater. Ich sehe meine Kinder spielen und fühle mich hilflos, weil ich ihnen nicht sagen kann, warum ich gerade so traurig bin.

Ich könnte seit Hanau ständig in Tränen ausbrechen. Ich möchte keine Knüppel für meine Kinder bauen. Die Hetze gegen Minderheiten muss aufhören!

Letzteres sollen Behörden und die Justiz tun. Wir als Gesellschaft brauchen hingegen Empathie und Zusammenhalt — daher sollte der Fokus auf den Menschen hinter der kalten Opferzahl liegen.

Wir gedenken, sind bestürzt, wir fühlen uns unsicher, manchmal sogar ohnmächtig. Aber das ist nicht so: Wir sind nicht ohnmächtig. Wir schaffen Kultur.

Wir schaffen Kultur, die jeden Tag Deutschland erreicht, ein Deutschland diskutiert und ein Deutschland repräsentiert. Repräsentation ist eines der kraftvollsten Werkzeuge im Kampf gegen Rassismus, Sexismus und andere menschenverachtende Diskriminierungsformen.

Ich glaube nicht, dass alle von uns diese Themen zu ihren Inhalten machen müssen oder können. Aber ich glaube sehr wohl, dass wir alle sofort anfangen müssen, jetzt, jeden Tag, bei jedem Projekt Platz zu machen für diskriminierte Menschen, für Menschen, die in unserem Land schon viel zu lange unsichtbar sind.

Damit wir endlich beginnen können, der Hetze, dem Hass und dem Terror ein diverses, inklusives und faires Bild von Deutschland entgegenzuhalten.

Wir sind nicht ohnmächtig. Solange politische, gesellschaftliche, kulturelle und mediale Institutionen nicht alles daransetzen, Artikel 3 des Grundgesetzes, diese Versprechung, dieses Ideal, umzusetzen und proaktiv gegen strukturellen Rassismus vorzugehen, haben wir als Gesellschaft versagt — und verkaufen nichts anderes als eine plumpe Illusion.

Noch habe ich die Hoffnung, dass die Mehrheit nicht so denkt. Aber sollten je wieder Rechtsextremisten in Deutschland regieren, bin ich weg.

Ein Gefühl. Eine Generation. Ein Lifestyle. Als Millennial hat Aurel Mertz keine Wahl. Er muss diesen Lifestyle samt all seiner Probleme leben: Von der Absurdität, nicht einmal von den eigenen Haustieren ernst genommen zu werden und warum Freunde mit abstrusen Hobbys wie Heliskiing nicht vor peinlichem Ungeschick beim Dating schützen, erzählt Aurel aus dem modernen Lebensalltag der derzeit viel bestimmenden, aber chronisch überforderten Generation Y.

Simon Stäblein hasst Koriander. Oft stellen wir uns die Frage, wie unsere Zukunft aussehen wird.

Der ein oder andere geht dafür auch mal zu einem Hellseher. Phil Laude bezeichnet sich als richtigen Alman und stellt sich die Frage: Wem gehört eigentlich die Lehne im Flugzeug?

Und wie weit darf ich meinen Sitz zurückstellen? Aurel erzählt seine Theorie bezüglich der Liebe zwischen Eltern und Kindern.

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Jeder Mensch ist willkommen. Wir haben nicht mehr den Luxus, leise zu bleiben. Nach Hanau muss jede und jeder laut und politisch aktiv werden.

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Wir sollten Hand in Hand daran arbeiten, Vorurteile abzuschaffen. Ansonsten mache ich mir Sorgen um die Zukunft unserer Kinder.

Die eigene, gesamte Identität stagniert dann, weil man sich im ständigen Kampf mit fast nichts anderem beschäftigen kann, denn man ist entweder betroffen oder man kämpft, oder man tut beides.

Wir müssen das Übel an der Wurzel packen. Nur wenn sich die Mitte dieser Verantwortung stellt, wenn Politik, Zivilgesellschaft und Wissenschaft zusammenarbeiten können, wir verhindern, dass weitere Menschen sterben oder ausgegrenzt werden.

Der Rassismus soll keine andere Familie mehr zerstören. Das wäre ein erster, wichtiger Schritt, um über diese Gewalt reden zu können.

Aber selbst wenn es zu einer öffentlichen Debatte über Rassismus kommt, wird nicht der Rassismus selbst thematisiert — sondern nur die Motive und Argumente der Täter und Täterinnen.

Stattdessen kommen Erklärungsversuche und Selbstzusicherungen, dass man selbst und die Mehrheit der Deutschen nicht rassistisch sei. Die Perspektive der von Rassismus Betroffenen bleibt oft ausgeblendet.

Migranten haben Angst, fühlen sich fremd und nicht mehr sicher im eigenen Land. Hanau fällt nicht aus heiterem Himmel.

Spätestens jetzt muss allen klar sein, dass das Wirken der AfD und ihrer Helfer, diese enthemmte Sprache, dieser Hass und die ständige Hetze gegen Muslime und Migranten tödliche Folgen haben.

Es ist keine Einzeltat — und Rassismus wächst immer weiter. Froh war ich, dass es deutschlandweit Solidarisierungen und Kundgebungen gab.

Wir können Grenzen mit Affinität und Solidarität überwinden, und wir dürfen nicht vergessen. Es ist der Beweis, dass wir kein Gehör finden, dass unsere Probleme und Erfahrungen nicht ernst genommen werden.

Wir müssen gemeinsam als Gesellschaft aufstehen, Mund aufmachen, uns empören, und wenn wir "Nie wieder" sagen, die Verantwortung für diese Worte auch aus tiefster Überzeugung übernehmen.

Die Ängste überschlagen sich. Leere Versprechen trösten nicht. Die Trauer hält an und es gibt viele Fragen: Wie wird es weitergehen?

Vor allem, wie soll es weitergehen? Quo vadis Almanya? Denn sie meinte, in Deutschland kann es für Migrantinnen und Migranten vielleicht irgendwann wieder gefährlich werden.

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Mit Toleranz, Solidarität und vor allem Demokratie können wir die Rechtsradikalen besiegen. Trauer um die Verstorbenen, um den Zustand unseres Landes und um die Tatsache, dass ich immer noch nicht sicher bin, ob meine Angst ernst genommen wird.

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Für mich persönlich ist es wichtig, Konsequenzen auf vielen Ebenen unserer Gesellschaft einzufordern und proaktiv gegen Rassismus vorzugehen.

Gleichzeitig müssen wir als von Rassismus Betroffene uns und unsere Liebsten lehren, uns auch emotional davor zu schützen, innerlich zu erstarren, und Selbstliebe zu üben.

Diese Erfahrungen spiegeln sich im Grundgesetz wider, das Deutschland als eine Verfassungsnation definiert.

Wir leben in einem Staat des Grundgesetzes: Wer sich zu seinen Werten bekennt, gehört zum bundesrepublikanischen Verfassungsstaat.

Von Abstammung ist hier keine Rede. Mit völkischen Nationalisten verbietet sich daher jegliche Zusammenarbeit. Das entspricht der Logik einer wehrhaften Demokratie.

Nicht nur die Politik, auch die Medien und die Zivilgesellschaft sind in der Verantwortung, denn die Diskurse der letzten Jahre, die gegen Muslime, Juden und andere Minderheiten Stimmung gemacht haben, sind der Nährboden für Faschisten und Gift für ein neues Wir.

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Suchen wir keine Alibis mehr oder schieben die Verantwortung auf andere: Das ist unser Versagen, nichts anderes! Extremismus beginnt mit Diskriminierung und Ausgrenzung von andersartigen und anderslebenden Menschen.

Es ist an der Zeit, dass wir den politischen und gesellschaftlichen Tendenzen, die dies befördern, mit einer klaren Haltung und Forderungen nach signifikanten Veränderungen gemeinsam entgegenstehen.

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Es wird mir unter die Nase gerieben, dass ich anders bin. Nicht deutsch bin. Die kranken Fantasien und Absichten von Terroristen zu analysieren, bedeutet, dass wir uns unserer Verantwortung entziehen.

Denn: Die Tat beginnt, bevor der Täter sich entscheidet. Heute betrifft der Rassismus nicht nur sie, sondern auch die muslimische Gemeinschaft und andere Minoritäten.

Juden und Muslime erleben einen ähnlichen Hass, weil es den Anschein hat, dass viele Menschen in Deutschland ein Problem damit haben, dass Menschen einen anderen kulturellen Hintergrund haben als den, der ihnen vertraut ist.

Auf den aktuellen rechten Terror kann es nur die Antwort staatlicher Gewalt geben. Rechtsextreme Netzwerke müssen konsequent zerschlagen und nicht weiter diskutiert werden.

Wir sind aber keine Fremden, sondern hier geboren. Ich bin sicher, dass wenn die Diversität unserer Gesellschaft sich in unseren Staatsorganen — bei der Polizei, beim Verfassungsschutz, bei der Bundeswehr, bei den Rundfunkanstalten, bei Gerichten und Ämtern — widerspiegeln würde, wir nicht nur dem sozialen Frieden näher kommen würden, sondern auch dem rechten Terror besser und klarer Einhalt gebieten könnten.

Er stärkt meine Überzeugung, dass der Kampf gegen Antisemitismus und andere Formen von Rassismus nicht nur die Aufgabe und das Ziel der jüdischen Gemeinschaft sein sollte, sondern er nur mit vereinten Kräften und Solidarität erfolgen kann.

Niemand kann jetzt mehr wegschauen. Ich muss mir jetzt wirklich Gedanken machen, ob ich in Zukunft in diesem Land in Sicherheit leben kann.

Rechte Gewalt und Rassismus sind eine reale Bedrohung. Hier müssen wir als offene Gesellschaft zusammenstehen.

Aber wohin? Ich bin keine Fremde. Deutschland ist doch meine Heimat. Nicht weil ich schockiert bin, sondern weil das zu erwarten war. Und das ist das Ergebnis.

Dies obliegt jetzt der Mehrheitsgesellschaft. Sie muss beweisen, wie ernst sie die Werte unseres Grundgesetzes lebt und verteidigt.

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Die Politik, die Sicherheitsbehörden und die Gesellschaft müssen den rechten Terror ernst nehmen, damit rassifizierte Menschen geschützt werden.

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Dass es anderen Leuten sehr viel anders ergeht, ist traurig und genauso wahr. Dass es aber auch Glücksfälle wie mich gibt, ist zumindest ein Grund zu einem Funken Hoffnung.

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Ich könnte seit Hanau ständig in Tränen ausbrechen. Ich möchte keine Knüppel für meine Kinder bauen. Die Hetze gegen Minderheiten muss aufhören!

Letzteres sollen Behörden und die Justiz tun. Wir als Gesellschaft brauchen hingegen Empathie und Zusammenhalt — daher sollte der Fokus auf den Menschen hinter der kalten Opferzahl liegen.

Wir gedenken, sind bestürzt, wir fühlen uns unsicher, manchmal sogar ohnmächtig. Aber das ist nicht so: Wir sind nicht ohnmächtig.

Wir schaffen Kultur. Wir schaffen Kultur, die jeden Tag Deutschland erreicht, ein Deutschland diskutiert und ein Deutschland repräsentiert.

Repräsentation ist eines der kraftvollsten Werkzeuge im Kampf gegen Rassismus, Sexismus und andere menschenverachtende Diskriminierungsformen.

Ich glaube nicht, dass alle von uns diese Themen zu ihren Inhalten machen müssen oder können. Aber ich glaube sehr wohl, dass wir alle sofort anfangen müssen, jetzt, jeden Tag, bei jedem Projekt Platz zu machen für diskriminierte Menschen, für Menschen, die in unserem Land schon viel zu lange unsichtbar sind.

Damit wir endlich beginnen können, der Hetze, dem Hass und dem Terror ein diverses, inklusives und faires Bild von Deutschland entgegenzuhalten.

Wir sind nicht ohnmächtig. Solange politische, gesellschaftliche, kulturelle und mediale Institutionen nicht alles daransetzen, Artikel 3 des Grundgesetzes, diese Versprechung, dieses Ideal, umzusetzen und proaktiv gegen strukturellen Rassismus vorzugehen, haben wir als Gesellschaft versagt — und verkaufen nichts anderes als eine plumpe Illusion.

Noch habe ich die Hoffnung, dass die Mehrheit nicht so denkt. Aber sollten je wieder Rechtsextremisten in Deutschland regieren, bin ich weg.

Das wird keine Flucht sein, sondern eine bewusste Entscheidung, die ich erhobenen Hauptes treffe. Ich wünsche allen, die sich dann von diesen Leuten regieren lassen wollen, viel Glück — aber ohne mich.

Er trifft diejenigen, die jeden Tag als fremd gelesen werden, ganz egal, ob sie hier geboren wurden und Deutschland als ihr Zuhause betrachten — trotz der allgegenwärtigen oft kleinen, kaum spürbaren Anfeindungen.

Es ist jetzt an der Zeit, denen zuzuhören, die sich seit Jahren den Mund fusselig reden, um nicht zu sagen die Seele aus dem Leib schreien, wenn sie von ihrem Schmerz erzählen.

Denn das tun sie. Vor Hanau habe ich dennoch jedem erzählt, wie toll unser Land ist. Jetzt kann ich das nicht mehr, denn wir kämpfen hier nicht nur gegen Fremdenfeindlichkeit, sondern gegen Menschenfeindlichkeit.

Wir kämpfen nicht nur gegen Rassisten, sondern gegen Mörder. Es tut so weh. Es reicht! Ich möchte keine Entschuldigungen mehr hören, sondern endlich konkrete Handlungen gegen Rassismus sehen!

Es ist eine Schande, dass mich viele Freunde und Familienmitglieder anrufen, weil sie Angst um ihr Leben haben.

Wir müssen jetzt alle aufstehen und zeigen, dass das nicht unser Deutschland ist. Wer für Vielfalt steht, muss seine Stimme erheben und das Schweigen brechen.

Zuschauen ist Mitmachen! Es müssen Menschen erschossen werden, damit antimuslimischer Rassismus in Deutschland und die Perspektiven der Betroffenen ernst genommen werden.

Wie kann es sein, dass ihr das braucht, um uns hören zu können? Alle, die Rassismus nicht als gesamtgesellschaftliches Problem — und sich als Teil davon — anerkennen, sind mitschuldig.

Hört ihr jetzt zu? Euer Leben ist kurzzeitig etwas unbequem, bei uns ist die Angst ständiger Begleiter. Mit eurem Schweigen lasst ihr Betroffene im Stich.

Ihr lasst sie allein mit der Angst, mit der Wut, mit der Enttäuschung, mit der Unsicherheit, ob man weiter in diesem Land leben möchte.

Und ich die Polizei nicht rufen kann, weil der Mann es merken würde und ich nicht abschätzen kann, was er dann tut. Und mir auch sonst niemand hilft.

Hanau muss Teil der deutschen Erinnerungskultur werden, um immer wieder daran erinnert zu werden, dass neben Juden auch Muslime in den Fokus von rechter Gewalt gerückt sind.

Für einen kurzen Moment Zugang zu ihrem Empathievermögen erhalten? Ich wünsche mir, dass diese Empathie länger anhält und in den Alltag von Familien und die Arbeit reicht.

Der Fokus muss sich verschieben. Nicht die Angst vor dem imaginierten "Fremden", sondern die Bedürfnisse der durch Rassismus marginalisierten Menschen müssen im Zentrum unserer Demokratie stehen.

Wenn Sie mir nicht glauben, lesen Sie die Kommentare unter diesem Artikel. Ich bekomme das mit, denn ich rede mit vielen Jugendlichen oder jungen Erwachsenen mit kurdischen oder türkischen Wurzeln, bin sogar in einigen WhatsApp-Gruppen.

Viele von ihnen sagen jetzt: Das ist nicht unser Land, denn wir sind hier nicht willkommen. Wir alle haben gemeinsam die Möglichkeit, dagegen anzugehen, wenn es passiert, und müssen alle Anzeichen dieser Art sofort im Keim ersticken lassen!

Und auch Witze zu "Ihr sehr ja alle gleich aus", dem Coronavirus und sexualisierten Rassismus, der mich zu einem exotischen Fetisch macht, bin ich leid.

Als Kind und Jugendliche fand ich das noch schlimmer und habe mich gar nicht getraut, es zu kritisieren. Man gewöhnt sich an alles, sollte man aber nicht.

Das mich und meine Geschwister nicht schützt, das uns aussaugt und degradiert. Das meinen Kindern keinen Schutz bietet und uns die Würde nicht zugesteht, die es uns doch verspricht.

Das immer wieder den einen gestattet, auf den anderen herumzutrampeln, und uns verhöhnt, wenn wir darauf aufmerksam machen. Nein, kein Verständnis mehr — es ist zu viel!

Richtig schlimm ist es, wenn mir klar wird, welch tiefer Graben sich zwischen mir und meinem Gegenüber auftut, wenn ich merke, dass er meinen Schmerz gar nicht nachvollziehen kann.

In Deutschland gibt es Menschen, die wissen, sie hätten es sein können, die dort das letzte Gebet sprachen.

Und es gibt die anderen, die gehen am nächsten Tag eben wieder ins Theater. Das Gleiche gilt heute in Deutschland Es könnte ruhig erkennbar sein, dass unsere Freunde in diesen Zeiten nicht irgendein Neutrum sind, sondern sich um unseren gesellschaftlichen Zusammenhalt ebenfalls sorgen und für ihn entschieden eintreten, wie wir.

Nicht mal das Blut ihrer Mitmenschen konnte sie dazu bringen, die Attacke richtig zu benennen.

Es ist derselbe Virus, der das Land schon vor langer Zeit zersetzt hat und der immer noch da ist. Bitte, bevor es zu spät ist, hört auf die Expertinnen und Experten, die euch erzählen, wie wir ihn besiegen können.

Sie sehen, dass sie in Gestaltungspositionen wie in unseren Parlamenten, Institutionen, Redaktionen einfach nicht vorkommen.

So lassen wir zu, dass über ein Viertel der Gesellschaft nur gesprochen wird, ihm aber die Autorität, über seine eigene Lebenserfahrung zu sprechen, genommen wird.

Unsere Menschenrechte, die Gleichheit unabhängig von Herkunft, Hautfarbe, Sexualität, dürfen keine leeren Worthülsen sein. Sie müssen von jedem Einzelnen verteidigt werden und vor allem in institutionellen Strukturen sichtbar werden.

Das fängt beim Nachbarn an und hört beim Wort Fremdenfeindlichkeit auf, was so oft als Begründung für Morde, die von rechtem Gedankengut kommen, benutzt wird.

Die Toten von Hanau waren keine Fremden. Meine Gedanken sind bei ihren Hinterbliebenen, die auch meine hätten sein können.

Doch im Alltag zählt es, Inklusion zu leben. Das mag sich vielleicht heroisch anhören, aber es ist eine schreiende Ungerechtigkeit.

Ich will mir keine Sorgen machen, auf irgendwelchen rechten Listen zu landen, nur weil ich in der Öffentlichkeit über Rassismus spreche.

Ich möchte mich sicher fühlen. Ich möchte mich auf unsere Gesellschaft und unsere Institutionen verlassen können. Aber dieses Vertrauen habe ich gerade nicht.

Und wieder bleibt es an uns, der Opfer zu gedenken, die Öffentlichkeit zu mobilisieren, füreinander da zu sein. Und wieder kommt die Angst in einem hoch.

Was müssen wir noch alles tun, um nicht mehr umgebracht zu werden? Man spricht immer über die neun Opfer.

Aber wissen wir überhaupt, wer in Hanau gestorben ist? Die Erzählungen nach so einer Tat müssen sich verschieben.


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